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19.09.2025

Vortrag über Menschenrechtsarbeit in Kolumbien am 25.09.2025

Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens lädt der Weltladen Buxheim am Donnerstag, 25. September 2025, um 19 Uhr ins Pfarrheim Buxheim zu einem Vortrag über die Menschenrechtsarbeit in Kolumbien ein. Thema des Abends ist der gewaltlose Widerstand als Weg zum Frieden, dargestellt am Beispiel der afrokolumbianischen Gemeinden im Bistum Quibdó.

Die Referenten Ursula Holzapfel und Pater Uli Kollwitz arbeiteten rund 40 Jahre in Quibdó, der Hauptstadt des Departements Chocó im Nordwesten Kolumbiens, mitten im Regenwald am Fluss Atrato. Beide engagierten sich in der kirchlichen Menschenrechtskommission „Vida, Justicia y Paz“ („Leben, Gerechtigkeit und Frieden“).

Der Chocó ist Heimat großer afrokolumbianischer und indigener Gemeinschaften. Seit den 1980er Jahren sind die Menschen dort von Morden, Verschleppungen, Vertreibungen und Übergriffen durch Guerillagruppen, Paramilitärs und Militär betroffen. Holzapfel und Kollwitz machten diese Verbrechen nicht nur öffentlich und führten im Auftrag der Kirche Gespräche mit den bewaffneten Gruppen, sondern standen auch den Opfern zur Seite – insbesondere Frauen, deren Männer entführt oder ermordet wurden. Mit ihrer Unterstützung entstanden Selbsthilfeinitiativen, die Einkommen sichern und Hoffnung geben. Ebenso wichtig war die psychosoziale Begleitung zur Verarbeitung schwerer Traumata.

Trotz einzelner Waffenstillstände bleibt die Lage in der Region bis heute äußerst fragil. Viele Gemeinden leiden unter Ausgangssperren und Bewegungsbeschränkungen durch bewaffnete Gruppen. Versorgung, Bildung und Gesundheitsversorgung sind massiv eingeschränkt, Armut und fehlende Infrastruktur verschärfen die Situation zusätzlich.

Über die aktuelle Situation und mögliche Wege zum Frieden berichten Ursula Holzapfel und Pater Uli Kollwitz in ihrem Vortrag.